Geschichte der C++-Entwicklung

Der Vater von C++: Bjarne Stroustrup, zudem Autor des Buchs The C++ Programming Language. Er entwarf und implementierte diese Sprache, um das Problem der Verteilung von UNIX-Kern-Diensten auf Multiprozessoren und LAN-Cluster zu lösen. Bei der Arbeit an ereignisgesteuerten Simulationen stellte er fest, dass die Simula-Sprache gut geeignet war, aber nicht genug Leistung lieferte. C hingegen bot hohe Effizienz, war aber schwach in Modularisierung und Typprüfung. Daraufhin kam er auf die Idee, den Klassenmechanismus von Simula in C zu integrieren – daraus entstand „C with Classes“, der Vorläufer von C++.

Später wurde die Sprache in zahlreichen Großprojekten eingesetzt, wodurch sich ihre geringe Ressourcenauslastung und hohe Effizienz bewährten. Zu dieser Zeit fehlten jedoch noch viele wichtige Funktionen: Operatorüberladung, Referenzen, virtuelle Funktionen, Templates, Ausnahmebehandlung und mehr.

Zuerst wurde sie nur intern verwendet. Im Juli 1983 verließ C++ erstmals das Labor und wurde von externen Einrichtungen übernommen.

Das Zeichen ++ ist der Inkrementoperator von C und steht dafür, dass C++ eine Weiterentwicklung und Verbesserung von C darstellt.

C++11 trug während der Entwicklung den Codenamen C++0x; dieses Tutorial basiert auf C++11.

Das zentrale Ziel bei der Entwicklung von C++ war, Kollegen das Schreiben von Assembler, reinem C oder den damals beliebten verschiedenen Hochsprachen zu ersparen, die Schwierigkeit der Erstellung qualitativ hochwertiger Programme zu senken und das Programmiererlebnis zu verbessern.

Die Weiterentwicklung der C++-Sprache verlief parallel zur Entwicklung zentraler Komponenten der Standardbibliothek.

C++ Zeitachse

1979:Beginn der Entwicklung unter dem ursprünglichen Namen „C with Classes“; Implementierung von Klassen, Konstruktoren/Destruktoren und einer grundlegenden Nebenläufigkeitsbibliothek

1984:Offizielle Umbenennung zu C++; Hinzufügen von virtuellen Funktionen, Überladung, Referenzen und der E/A-Strombibliothek

1985:Erste kommerzielle Version von C++ veröffentlicht

1998:Erster internationaler Standard C++98 fertiggestellt

2002:Entwicklung eines neuen Standards begonnen, Codename C++0x

2003:Veröffentlichung der Fehlerkorrekturversion von C++98; Hinzufügen von Bibliothekskomponenten wie reguläre Ausdrücke, Hash-Container und Smart Pointer

2009:Funktionsumfang von C++0x festgelegt, Integration moderner Merkmale wie Lambdas, Move-Semantik, Multithreading, einheitliche Initialisierung u.v.m.

2011:Der neue Standard erhält offiziell den Namen C++11 und wird von der ISO genehmigt

2012:Erscheinen von Compilern mit vollständiger C++11-Unterstützung; Beginn der Arbeit an C++14 und C++17

Der Vater von C++

Der Vater von C++ ist Bjarne Stroustrup. Er wurde 1955 geboren und ging 2022 aus seiner Vollzeitstelle bei Morgan Stanley in den Ruhestand, arbeitet aber weiterhin an C++-bezogenen Themen.

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